Spaß hoch drei!

Obwohl ein Dreier zu den beliebtesten Sexfantasien zählt, können sich Viele – vor allem Menschen, die in einer festen Partnerschaft sind – sich nicht vorstellen, diese Fantasie tatsächlich zu realisieren.
Ich hatte eigentlich immer eine neutrale Einstellung zu diesem Thema. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich mittlerweile alle 3 Variationen erlebt habe.

Ich werde oft nach meinen Erfahrungen gefragt, gerade von Menschen, die ganz scharf darauf sind, selbst einmal einen Dreier zu erleben.
Spoiler für Männer, die sich schon immer eine Ménage à trois mit zwei Frauen herbeigesehnt haben: Diese Konstellation wird häufig völlig überschätzt, da der Aufwand für den Mann, zwei Frauen gerecht zu werden, gar nicht so einfach zu stemmen ist. Denn wie in den meisten Pornos geht es in der Realität häufig nicht zu. Aber lest am besten selbst: 😉

Den ersten Dreier meines Lebens hatte ich mit zwei Kumpels. Das ergab sich eher spontan und war wahrscheinlich gerade deshalb so schön. Die Chemie hat von Anfang an gestimmt und wir waren direkt ein eingespieltes Team. Ohne uns groß absprechen zu müssen wechselten wir durch alle möglichen Positionen und wurden immer experimentierfreudiger. Ich hatte zwar immer alle Hände voll zu tun, bekam aber dafür auch die doppelte Aufmerksamkeit zurück. Das war etwas anstrengend und unheimlich schön zugleich.
Meine beiden Kumpels waren ebenfalls schon lange miteinander befreundet. Ob das für unseren Dreier nun von Vor- oder Nachteil war, kann ich nicht sagen. Schließlich sind sich beide Männer sehr nahe gekommen, auch ohne tatsächlich miteinander in sexuellen Kontakt zu treten. Es lässt sich nun nicht vermeiden, dass sich die Schwerter ein wenig kreuzen, wenn man dieselbe Person penetriert. 😉
Dieser Freundschaft hat es zumindest nicht geschadet. Ganz zu meinen Gunsten, denn so ließ sich dieses tolle Erlebnis noch einmal wiederholen.

Bei meinem ersten Mal in dieser Konstellation war ich eigentlich nur Zuschauer:in und habe es mir auf einem Sessel neben dem Bett bequem gemacht. Das war auf einer WG-Party in ausgiebiger Sektlaune. Long story short: Natürlich bin ich nicht in der Beobachter:innen-Position geblieben. Dafür war das Setting zu verlockend. Anfangs lief es tatsächlich so, wie man es aus einem Porno erwarten würde. Die Frau und ich kümmerten zunächst beide vor allem um den Mann. Der hatte zwar echt Mühe, nicht vorzeitig zu kommen und gleichzeitig uns beide zu verwöhnen, aber ich denke, er konnte es dennoch genießen. Es dauerte nicht lang und die andere Frau ihre (vielleicht versteckte) Lust auf den weiblichen Körper. Von da an hatte der Mann keine richtige Chance mehr auf unsere Aufmerksamkeit. Er ist in die Position des Zuschauers gerückt worden. Natürlich saß er nicht untätig in der Ecke, sondern hat manuell ausgeholfen (bei sich, aber auch bei uns). So kam es für alle drei zu einem Happy End.

Diese Erfahrung habe ich bei den beiden anderen Dreiern dieser Art ebenfalls gemacht. Die zweite Frau hat schnell mehr gefallen an der lesbischen Erfahrung gefunden, sodass es sich im Endeffekt zu einem Zweier mit Zuschauer entwickelt hat. Für mich gar kein Problem. 😉

Das erste Mal in dieser Variante könnte auch einem Porno entsprungen sein. Ursprünglich war ein „Mädelsabend“ mit Film und Sekt geplant. Den Film haben wir ganz schnell wieder ausgemacht und uns mehr dem Sekt gewidmet. Dazu noch ein wenig beschwingte Musik und das Wohnzimmer wurde zum Dancefloor. Unsere Moves wurden dann immer schmutziger und es dauerte nicht wirklich lange, bis die ersten beiden am knutschen waren. Es wurde eindeutig Zeit, die Party ins Schlafzimmer zu verlegen. Die Klamotten flogen schnell, dafür ging der Sex die ganze Nacht lang durch. Es hatte sich bei uns offenbar eine Menge Lust angestaut. Da blieb wirklich keine Körperstelle unberührt. Diese Konstellation hat sich von den anderen vor allem darin unterschieden, dass sie sich viel intimer und intensiver angefühlt hat. Als würde uns noch irgendwas zusätzlich verbinden. Wahrscheinlich liegt das vor allem daran, dass uns die weibliche Anatomie nur zu bekannt ist, was für die Stimulation ja nicht ganz unerheblich ist. 🙂
Noch nie hatte ich es zuvor geschafft, dass meine komplette Sextoy-Schublade an einem Abend im Einsatz war. Gelohnt hat es sich allerdings allemal!

Mein persönliches Fazit: Dreier machen in jeder Konstellation Spaß. Für mich jedoch mehr, wenn sie ungeplant entstehen und nicht verabredet sind.
Ob ich mir Sex mit meinem festen Partner und einer dritten Person vorstellen kann, weiß ich allerdings nicht. Für mich gehören Dreier in die Schublade “pures sexuelles Verlangen” und das schließt für mich jedes romantische Gefühl aus. Ich befürchte, dass wäre für meine Beziehung eher giftig als zuträglich.
Darüber sollte sich jede:r in einer Partnerschaft unbedingt Gedanken machen, bevor man als Paar ein derartiges Experiment eingeht. Auch wenn ein Dreier wirklich viel Spaß machen kann, ist es besser, auf diese Erfahrung zu verzichten, als im schlimmsten Fall die Beziehung zu gefährden.

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